Abwassergebühren: Von den 25 teuersten Städten liegen 15 in NRW

Haus & Grund Rheinland Westfalen macht auf eine hohe Gebührenlast beim Abwasser aufmerksam. Eine aktuelle Studie im Auftrag von Haus & Grund zeigt: Bei der Höhe der Abwassergebühren gibt es deutschlandweit große Unterschiede unter den 100 größten Städten. Dabei ist es in Nordrhein-Westfalen besonders oft besonders teuer und selten günstig. Das hat verschiedene Gründe.

Haus & Grund Rheinland Westfalen macht auf eine hohe Gebührenlast beim Abwasser aufmerksam. Eine aktuelle Studie im Auftrag von Haus & Grund zeigt: Bei der Höhe der Abwassergebühren gibt es deutschlandweit große Unterschiede unter den 100 größten Städten. Dabei ist es in Nordrhein-Westfalen besonders oft besonders teuer und selten günstig. Das hat verschiedene Gründe.

Düsseldorf. Die Abwassergebühren sind beim Vergleich der 100 größten deutschen Städte in NRW vielfach besonders hoch. „Von den bundesweit 25 teuersten Städten liegen 15 in NRW“, berichtet Konrad Adenauer, Präsident von Haus & Grund Rheinland Westfalen. Für den Vergleich hatte das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag von Haus & Grund die jährlichen Abwassergebühren einer vierköpfigen Musterfamilie untersucht. In Wuppertal zahlt solch ein Haushalt 855 Euro im Jahr fürs Abwasser. Das bedeutet bundesweit den drittletzten Platz im Ranking. Es folgt Mönchengladbach auf dem vorletzten Platz mit 939 Euro.

Zum Vergleich: In Worms, der bundesweit günstigsten Stadt, zahlt die Musterfamilie nur 240 Euro im Jahr fürs Abwasser. Ebenfalls unter den teuersten 10 Städten bundesweit zu finden sind Moers mit 759 Euro im Jahr, Essen mit 760 Euro und Bergisch Gladbach mit knapp 761 Euro. „Keine NRW-Kommune schafft es im Ranking unter die Top 5 der Städte mit den günstigsten Gebühren. Am besten ist noch Düsseldorf, das mit 385 Euro Platz 16 belegt, gefolgt von Köln mit 413 Euro auf Platz 26 im bundesweiten Vergleich“, wie Adenauer erklärt.

Hohe Abwassergebühren: Bergische Landschaft reicht als Begründung nicht aus

Äußere Rahmenbedingungen wie etwa die Topographie im Bergischen, die Dimensionierung der Kanäle, das Alter des Kanalnetzes, Hochwasserschutzmaßnahmen, oder auch Veränderungen in der Bevölkerungsdichte haben ihren Anteil daran, wie hoch oder niedrig die Abwasserpreise in den Städten ausfallen. „Die Preisunterschiede sind aber so groß, dass sie nicht allein durch diese lokalen Besonderheiten zu erklären sind“, sagt Erik Uwe Amaya, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland Westfalen. „Unter den günstigsten 25 Städten liegen 17 in Bayern und Baden-Württemberg, obwohl gerade dort die Topographie besonders schwierig ist. Man kann also trotzdem günstig wirtschaften. Die Städte in NRW sollten die Gründe für ihre hohen Gebühren genau untersuchen, um Einsparpotentiale heben zu können.“

Die Abwassergebühren sind ein nicht zu vernachlässigender Teil der Wohnnebenkosten. Diese wiederrum steigen in NRW schon seit Jahren stärker als die Kaltmieten, wie der NRW-Wohnkostenbericht von Haus & Grund Rheinland Westfalen ergeben hat. Demnach sind rund 70 Prozent der Wohnnebenkosten durch politische Entscheidungen bedingt. „Wer sich für günstigeres Wohnen einsetzen will, kommt nicht darum herum, die Nebenkosten in den Blick zu nehmen. Das gilt vielerorts gerade auch für die Abwassergebühren“, erinnert Erik Uwe Amaya.

Die Kommunen haben durchaus Gestaltungsspielräume: Beispielsweise hat es Hamm in Westfalen geschafft, die Abwasserkosten für die Musterfamilie seit der letzten Erhebung vor drei Jahren um 40 Euro pro Jahr zu drücken. Mit 462 Euro liegt Hamm bundesweit jetzt auf Platz 33. „Die Frage, wie man es Hamm nachmachen kann, könnte in so mancher Stadt zu einem interessanten Thema im Kommunalwahlkampf werden“, meint Erik Uwe Amaya.

Das Abwassergebührenranking 2020 können Sie hier herunterladen.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Westfalen verfasst.

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