Boom auf dem Bau: Produktion und Preise in NRW steigen

Wer derzeit mit offenen Augen durch Nordrhein-Westfalen läuft, dem werden zahlreiche Baukräne auffallen. Der subjektive Eindruck trügt nicht: Es wird aktuell tatsächlich viel gebaut im Land. Die neuesten Zahlen der amtlichen Statistikstelle des Landes zeigen nicht nur, wie stark der Wohnungsbau Teil des Trends ist. Sie machen auch deutlich: Bauherren mussten in diesem Jahr deutlich tiefer in die Taschen greifen.

Wer derzeit mit offenen Augen durch Nordrhein-Westfalen läuft, dem werden zahlreiche Baukräne auffallen. Der subjektive Eindruck trügt nicht: Es wird aktuell tatsächlich viel gebaut im Land. Die neuesten Zahlen der amtlichen Statistikstelle des Landes zeigen nicht nur, wie stark der Wohnungsbau Teil des Trends ist. Sie machen auch deutlich: Bauherren mussten in diesem Jahr deutlich tiefer in die Taschen greifen.

Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen wird derzeit besonders viel gebaut – vor allem im Wohnungsbau herrscht aktuell Hochkonjunktur. Das geht aus aktuellen Zahlen der amtlichen Statistikstelle des Landes hervor. Demnach lag die Produktion im Bauhauptgewerbe in NRW im Oktober 2016 zwar „nur“ um 0,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Hochbau hatte jedoch 2,2 Prozent Plus zu verzeichnen. Der Wohnungsbau ist nach Angaben der amtlichen Statistiker maßgeblich für die Steigerungen im Hochbau mitverantwortlich: Im Oktober 2016 ist der Bau von Wohnungen um 7,7 Prozent gewachsen. Noch höhere Wachstumsraten hat aktuell in NRW nur der öffentliche Hochbau, der es auf 9,0 Prozent bringt.

Auf dem Bau gibt es derzeit bundesweit einen Aufwärtstrend. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, ist der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe zwischen September 2015 und Oktober 2016 um 10,1 Prozent gewachsen. Die Zahl ist saison-, arbeitstäglich und preisbereinigt. Beim Vergleich der ersten 10 Monate des Jahres 2016 mit dem Vorjahreszeitraum zeigt sich sogar ein Plus von 16 Prozent. Der Umsatz der Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern im Bauhauptgewerbe erreichte im Oktober 2016 die Marke von 6,8 Milliarden Euro. Das sind 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Noch höhere Umsätze konnte die Branche zuletzt im Jahr 1999 vermelden.

Bauherren müssen immer tiefer in die Tasche greifen

Das Bauen ist in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr deutlich teurer als noch 2015. IT.NRW teilte jetzt mit, dass der Baupreisindex für Wohngebäude in NRW im November 2016 um 1,7 Prozent höher lag als noch ein Jahr zuvor. Der Index steht bei nunmehr 110,5 Punkten gegenüber 100 Punkten im Jahr 2010. Am stärksten wuchsen die Preise bei den vergleichsweise personalintensiven Ausbauarbeiten: Hier zeigte sich zwischen November 2015 und November 2016 ein überdurchschnittliches Plus von 2,3 Prozent.

Rohbauarbeiten verteuerten sich dagegen nur um 1,0 Prozent. Bemerkenswert ist, dass die Preissteigerungen im Baugewerbe deutlich über der Inflationsrate liegen: Die beträgt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aktuell (November 2016) 0,8 Prozent. In den Vormonaten war sie sogar noch deutlich geringer.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von <link http: www.hausundgrund-rheinland.de _blank external-link-new-window internal link in current>Haus & Grund Rheinland verfasst.

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