DIW-Studie: Immer mehr Mieterschutz verdrängt letztlich Mieter

Immer strengere Regeln zum Schutz der Mieter schaden den Mietern am Ende selbst – weil die Anzahl der verfügbaren Mietwohnungen auf dem Wohnungsmarkt sinkt. Zu diesem Schluss kommt jetzt eine Studie des DIW. Haus & Grund fordert einen neuen Ausgleich der Interessen von Mietern und Vermietern, um einen gesunden Wohnungsmarkt zu erzielen.

Immer strengere Regeln zum Schutz der Mieter schaden den Mietern am Ende selbst – weil die Anzahl der verfügbaren Mietwohnungen auf dem Wohnungsmarkt sinkt. Zu diesem Schluss kommt jetzt eine Studie des DIW. Haus & Grund fordert einen neuen Ausgleich der Interessen von Mietern und Vermietern, um einen gesunden Wohnungsmarkt zu erzielen.

Berlin. Immer mehr Mietregulierung führt letztlich dazu, dass sich das Mietwohnungsangebot reduziert und Wohnungssuchende auf Eigentumswohnungen ausweichen müssen. Damit schrumpft der Anteil der Mieterhaushalte. Das ist das Ergebnis einer Studie des Consulting-Unternehmens des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, DIW Econ, im Auftrag des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland.

„In den vergangenen Jahrzehnten ist Deutschland mit einem starken Mietwohnungsmarkt sehr gut gefahren. Er war von einem Ausgleich der Interessen zwischen Mietern und Vermietern geprägt. Dieses Gleichgewicht müssen wir jetzt wieder neu herstellen“, kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke die Studie.

Weniger Mieterhaushalte wegen starker Mietregulierung

Die Wissenschaftler haben den Zusammenhang zwischen Mietregulierung und Mieterquote am Beispiel aktueller wohnungspolitischer Vorschläge von SPD, den Grünen, der Linken sowie der Berliner Landesregierung untersucht. Alle Politikvorschläge – würden sie in ganz Deutschland gelten – ließen die Mieterquote in den kommenden zehn Jahren sinken. Um 4,5 Prozentpunkte würde die Quote bei Geltung der Vorschläge der Linken sowie des Berliner Senats sinken, bei den Vorschlägen der SPD würde das Minus bei 2,8 Prozenten und bei denen der Grünen bei 2,4 Prozentpunkten liegen.

„Je mehr die Mieten und Wohnungsmärkte reguliert werden, umso mehr Eigentümer geben ihre Mietwohnungen auf und verkaufen diese an Selbstnutzer. Dieser Angebotsrückgang wird verstärkt, indem Bestandsmieter länger als eigentlich gewollt in ihren Wohnungen mit stark regulierten Mieten bleiben. Im Ergebnis wird für Wohnungssuchende der Zugang zu Mietwohnungen deutlich erschwert“, fasste Warnecke die Studienergebnisse zusammen. Dies sei eine fatale Entwicklung. Er plädierte für einen gesunden Mix aus Selbstnutzung und Wohnen zur Miete, um Stabilität und Flexibilität auf dem Wohnungsmarkt zu verbinden.

Hier können Sie die DIW-Studie und die Online-Präsentation.

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