Grundsteuer-Ranking: 16 der 20 teuersten Großstädte liegen in NRW

Der Eigentümerverband Haus & Grund hat untersucht, wie hoch die Grundsteuer in den 100 größten Städten Deutschlands ausfällt. Die Städte aus Nordrhein-Westfalen schneiden dabei überwiegend schlecht ab. Unter den 20 teuersten Städten in Deutschland finden sich 16 aus NRW. Eine wirkungsvolle Reform ist nötig – allerdings hat die CDU die Hoffnung darauf gerade erst getrübt.

Der Eigentümerverband Haus & Grund hat untersucht, wie hoch die Grundsteuer in den 100 größten Städten Deutschlands ausfällt. Die Städte aus Nordrhein-Westfalen schneiden dabei überwiegend schlecht ab. Unter den 20 teuersten Städten in Deutschland finden sich 16 aus NRW. Eine wirkungsvolle Reform ist nötig – allerdings hat die CDU die Hoffnung darauf gerade erst getrübt.

Düsseldorf. Je nach Wohnort fällt die Grundsteuer für die Menschen in Nordrhein-Westfalen sehr unterschiedlich aus. „Im Grundsteuer-Ranking der 100 größten deutschen Städte geht sowohl der erste als auch der letzte Platz nach NRW“, berichtet Konrad Adenauer über das Grundsteuer-Ranking von Haus & Grund. Der Präsident des Landesverbandes erklärt: „In Deutschlands günstigster Großstadt Gütersloh zahlt man für ein Standard-Einfamilienhaus 323 Euro Grundsteuer im Jahr. In Witten, Deutschlands teuerster Großstadt, sind es dagegen 771 Euro.“ Grund: In Gütersloh beträgt der Hebesatz 381 Prozent, in Witten 910 Prozent. Die Höhe der Steuersätze legen die Städte nach jeweiliger Kassenlage selbst fest.

„Insgesamt ist NRW bei der Grundsteuer ein Hochsteuerland“, stellt Erik Uwe Amaya fest. Der Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland Westfalen rechnet vor: „Von den 20 deutschen Großstädten mit der höchsten Grundsteuer liegen 16 in NRW. Unter den Top-20 der günstigsten Großstädte finden sich dagegen nur drei Namen aus Nordrhein-Westfalen: Gütersloh auf Platz 1, Ratingen auf Platz 3 und Düsseldorf auf Platz 12.“ Die Hoffnung auf Besserung für alle in NRW hat jüngst einen Dämpfer bekommen. Am Freitag hatte NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) mitgeteilt, das Land werde bei der anstehenden Reform der Grundsteuer kein eigenes Gesetz erlassen (wir berichteten). Damit gilt in NRW zukünftig die neue Berechnungsmethode der Grundsteuer, die der Bund beschlossen hat.

„Dieses Modell ist ungerecht. Es bezieht den Wert der Grundstücke mit ein. Damit wird die Grundsteuer gerade dort, wo Wohnen schon heute besonders teuer geworden ist, umso stärker ansteigen“, warnt Konrad Adenauer. Erik Uwe Amaya pflichtet bei: „Die hohen Kosten der Corona-Pandemie werden dazu führen, dass die Städte die Hebesätze nach der Reform nicht senken werden. Mietern und Eigentümern droht ein Steuerschock.“ Die Landesregierung müsse ihre Entscheidung überdenken und eine gerechte und unbürokratische Grundsteuer einführen, deren Berechnung sich nur an der Grundstücks- und Gebäudefläche orientiert.

Ergebnisse Grundsteuer-Ranking NRW 2021 (PDF, 148 KB)

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Westfalen verfasst.

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