Immer mehr Singlehaushalte: 2040 wohnt jeder Vierte allein

Die Experten des Statistischen Bundesamtes sehen erhebliche Veränderungen auf den deutschen Wohnungsmarkt zukommen. Die Zahl der Singlehaushalte soll nach Berechnungen der Fachleute auch in den nächsten 20 Jahren weiter deutlich zunehmen. Daraus ergeben sich wichtige Erkenntnisse für jeden, der Wohnraum vermietet oder in neue Wohnungen investiert.

Die Experten des Statistischen Bundesamtes sehen erhebliche Veränderungen auf den deutschen Wohnungsmarkt zukommen. Die Zahl der Singlehaushalte soll nach Berechnungen der Fachleute auch in den nächsten 20 Jahren weiter deutlich zunehmen. Daraus ergeben sich wichtige Erkenntnisse für jeden, der Wohnraum vermietet oder in neue Wohnungen investiert.

Wiesbaden. In 20 Jahren wird in Deutschland jeder Vierte in einem Singlehaushalt leben. Diese Haushalte werden dann gute 45 Prozent aller deutschen Haushalte ausmachen. Das geht aus einer Prognose hervor, die das Statistische Bundesamt dieser Tage veröffentlicht hat. Im Jahr 2018 lebte gut jeder Fünfte Deutsche allein (21 Prozent), Singlehaushalte hatten einen Anteil von knapp 42 Prozent an den Haushalten insgesamt. Im Jahr 1991 lag die Quote noch bei 33,6 Prozent.

Der seit Jahrzehnten anhaltende Trend hin zu immer kleineren Haushalten wird sich also fortsetzen. Diese Entwicklung zeichnen die Statistikexperten in ihrer Vorhersage sehr deutlich nach. So wird die Zahl der Dreipersonenhaushalte kontinuierlich sinken und in 20 Jahren mit 4,4 Millionen um 11 Prozent kleiner sein als 2018. Haushalte mit vier oder mehr Personen wird es dann noch rund 4,8 Millionen geben – das sind 7 Prozent weniger als heute.

Entwicklung der Haushalte regional stark unterschiedlich

Die Statistiker weisen außerdem darauf hin, dass sich die Entwicklung regional unterschiedlich gestalten wird. So rechnet man damit, dass die Zahl der Haushalte in Bayern und Baden-Württemberg mit 7 Prozent am stärksten zunehmen wird. Zugleich erwartet man für ostdeutsche Länder sogar einen kräftigen Rückgang – am stärksten in Sachsen-Anhalt mit -9 Prozent sowie in Thüringen mit -8 Prozent.

Zugleich gehen die Statistiker davon aus, dass die Zahl der insgesamt in Haushalten in Deutschland lebenden Menschen bis 2040 leicht zurückgehen wird. Man rechnet mit einem Minus von einem Prozent auf dann 81,7 Millionen. Die Zahl der Privathaushalte wird aber unter dem Strich von 41,1 Millionen im Jahr 2018 bis 2040 auf 42,6 Millionen ansteigen. Genau diese Zahl ist sehr wichtig für alle, die sich mit Wohnungswirtschaft oder Wohnungspolitik beschäftigen.

Wenn die Zahl der Privathaushalte tatsächlich um 1,5 Millionen steigt, werden auch 1,5 Millionen neue Wohnungen benötigt. Durch die Veränderungen in der Haushaltsstruktur verschiebt sich außerdem die Nachfrage am Wohnungsmarkt: Kleinere Wohnungen werden tendenziell immer gefragter. Entsprechend geht es für Investoren also nicht nur darum, neu zu bauen, sondern auch in die künftig verstärkt gefragten Wohnungsgrößen zu investieren.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Westfalen verfasst.

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