Mieter und Vermieter streiten seltener vor Gericht

Auch wenn der politische Streit um Änderungen am Mietrecht anderes vermuten lässt: Die Zahl der Mietstreitigkeiten vor Gericht ist letztes Jahr einmal mehr gesunken. Das liegt auch daran, dass sich immer mehr Vermieter Rechtsberatung suchen. Frühzeitige Beratung vom Juristen kann nämlich in sehr vielen Fällen einer Eskalation vorbeugen und damit den Gang zum Richter vermeiden.

Auch wenn der politische Streit um Änderungen am Mietrecht anderes vermuten lässt: Die Zahl der Mietstreitigkeiten vor Gericht ist letztes Jahr einmal mehr gesunken. Das liegt auch daran, dass sich immer mehr Vermieter Rechtsberatung suchen. Frühzeitige Beratung vom Juristen kann nämlich in sehr vielen Fällen einer Eskalation vorbeugen und damit den Gang zum Richter vermeiden.

Düsseldorf. Im vergangenen Jahr haben sich Mieter und Vermieter in 62.159 Fällen vor den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen gestritten. „Das waren 1,1 Prozent weniger Mietrechtsprozesse als noch im Vorjahr“, berichtet Erik Uwe Amaya, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland Westfalen aus Zahlen, die das Statistische Bundesamt jetzt vorgelegt hat. „Auch bundesweit gab es einen Rückgang, allerdings nur um 0,5 Prozent auf knapp 217.000 Fälle.“ Damit setzt sich ein langjähriger Trend fort. Noch im Jahr 2013 hatte es bundesweit 266.300 Mietrechtsprozesse gegeben – das waren 18,6 Prozent mehr als 2018.

„Die erneut gesunkene Zahl der Mietrechtsverfahren darf man aber nicht falsch verstehen: Es ist nicht so, als wäre das Mietrecht einfacher oder Anlass für Streit zwischen Mieter und Vermieter seltener geworden. Im Gegenteil“, meint Konrad Adenauer. Der Präsident von Haus & Grund Rheinland Westfalen erläutert: „In den meisten Fällen kann man einen Gerichtsprozess vermeiden, wenn man sich frühzeitig rechtliche Beratung sucht.“ Das Interesse daran sei groß. „Mehr als 60 Prozent der deutschen Mieter wohnen bei privaten Kleinvermietern. Man kennt sich, man möchte langfristig ein gutes Verhältnis bewahren und versucht daher, Konflikte einvernehmlich zu lösen.“

Die Folge: Jedes Jahr steigt die Zahl der Vermieter, die sich in NRW einem Haus & Grund-Verein anschließen. Dort finden sie eine außergerichtliche Rechtsberatung, die eine Eskalation von Streitigkeiten mit Mietern vermeiden und damit oft den Gang zum Richter verhindern kann. „Die Beratung vom Rechtsanwalt hilft übrigens auch dem selbstnutzenden Wohnungseigentümer, wenn es Ärger mit den anderen Eigentümern im Haus gibt“, ergänzt Erik Uwe Amaya. „Die Amtsgerichte mussten letztes Jahr in NRW laut Statistischem Bundesamt 8,1 Prozent weniger Wohnungseigentumssachen verhandeln als im Vorjahr. Auch das ist ein Erfolg der Arbeit von Haus & Grund Rheinland Westfalen mit seinen zahlreichen örtlichen Vereinen.“

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Westfalen verfasst.

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