Ölpreis auf Sturzflug: Jetzt Heizöl kaufen?!

Das Coronavirus hat die Weltwirtschaft auf Talfahrt geschickt. Die Börsen erlebten gestern (9. März) einen schwarzen Montag. Aber in jeder Krise gibt es auch Gewinner. Hauseigentümer mit Ölheizung etwa können profitieren: Der starke Ölpreisverfall bietet ihnen eine günstige Gelegenheit, nach dem Winter preiswert ihre Tanks aufzufüllen. Hier gibt es Tipps und eine Einschätzung der Lage.

Lieferung von Heizöl: Jetzt günstiger Zeitpunkt?!

Das Coronavirus hat die Weltwirtschaft auf Talfahrt geschickt. Die Börsen erlebten gestern (9. März) einen schwarzen Montag. Aber in jeder Krise gibt es auch Gewinner. Hauseigentümer mit Ölheizung etwa können profitieren: Der starke Ölpreisverfall bietet ihnen eine günstige Gelegenheit, nach dem Winter preiswert ihre Tanks aufzufüllen. Hier gibt es Tipps und eine Einschätzung der Lage.

Düsseldorf. Die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung bietet für Hauseigentümer eine günstige Gelegenheit, kostensparend ihren Heizöltank zu füllen. Nach Angaben des Ölriesen Shell lag der Heizölpreis gestern bei 359,25 US-Dollar pro Tonne – das waren knapp 43 Prozent weniger als noch am 3. Januar und 21 Prozent weniger als noch am vergangenen Donnerstag. Schuld an dem starken Preisverfall ist unter anderem das Coronavirus.

Die zunehmende Verbreitung der Krankheit hat die von Handelsstreitigkeiten geschwächte Weltwirtschaft auf Talfahrt geschickt. Die Nachfrage nach Öl ist eingebrochen, weil etwa viele Reisen storniert wurden. Der Ölpreis ist dieses Jahr schon um ein gutes Viertel gesunken. Üblicherweise reagieren die Förderländer auf solche Entwicklungen mit einer Reduzierung der Fördermenge, um die Preise stabil zu halten. Doch am Freitag ließ Russland die Verhandlungen im Rahmen der OPEC+ platzen.

Öl-Nachfrage sinkt, Förderung wird nicht gedrosselt

Zu dieser Gruppe gehören neben den Mitgliedern der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) auch Russland und einige weitere, kleinere Ölförderländer. Nach dem Scheitern der Verhandlungen kündigte Großproduzent Saudi Arabien am Sonntag an, die Märkte mit Öl zu fluten. Die Folge: Am Montag (9. März 2020) stürzte der Ölpreis an den internationalen Rohstoffmärkten zeitweise um 30 Prozent ab – der größte Einbruch seit fast 30 Jahren.

Der Absturz der Rohölpreise wirkt sich auch auf die Heizölpreise aus. Da beim Heizölpreis der Anteil von Steuern und Abgaben deutlich geringer ist als bei Benzin, ist beim Heizöl sogar mit stärkeren Preisabschlägen zu rechnen, als sie Autofahrer an den Tankstellen feststellen werden. Damit ist für Hauseigentümer jetzt die Gelegenheit günstig, ihre Tanks aufzufüllen, die gegen Ende der Heizperiode ohnehin deutlich geleert sein dürften.

Heizölpreis knickt ein

Das erscheint auch deswegen sinnvoll, weil ab 2021 der Emissionshandel für Heizöl einsetzt. Insofern ist es zweckmäßig, das Jahr 2020 mit möglichst vollen Tanks zu beenden. Etwas schwieriger ist freilich die Frage, ob Eigentümer jetzt schon den Tanklaster bestellen oder vielleicht lieber noch ein, zwei Wochen abwarten sollten. Immerhin könnte es sein, dass die Preise in der unmittelbaren Zukunft noch weiter fallen.

Etwas Luft nach unten scheint durchaus da zu sein. Der Ölkonzern Total beziffert die Kosten für die Lieferung von Heizöl heute (10. März 2020) mit 54,73 Euro für 100 Liter – im deutschlandweiten Durchschnitt. Beim langjährigen Tiefststand im Jahr 2016 kostete eine solche Lieferung zwischen 36 und 37 Euro. Es ist außerdem nicht unwahrscheinlich, dass die Konjunktur sich weltweit noch weiter abschwächt und die Rohölpreise damit weiter fallen.

Ölheizung: Jetzt tanken oder zuwarten?

Zugleich ist aber auch denkbar, dass sich die Förderländer in absehbarer Zeit doch noch darauf einigen können, die Fördermenge zu reduzieren. Sollte die Coronavirus-Epidemie abflauen – China meldete zumindest in letzter Zeit weniger schnell steigende Fallzahlen – könnte die Nachfrage nach Öl auch wieder ansteigen. Angesichts dessen sollten Eigentümer mit dem Heizölkauf eher auch nicht zu lange abwarten.

Haus & Grund Rheinland Westfalen rät Eigentümern, die sich jetzt Heizöl liefern lassen möchten, sich mit den Nachbarn abzustimmen. Durch eine Sammelbestellung lässt sich grundsätzlich weiteres Geld sparen. Außerdem sollte der Preis für die Lieferung von vorne herein vereinbart werden, ohne dabei für den Liefertermin strikte Vorgaben zu machen. Natürlich lohnt sich außerdem auch in der aktuellen Situation der Preisvergleich zwischen verschiedenen Lieferanten über die einschlägigen Internetportale.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Westfalen verfasst.

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