Trotz Corona: Baupreise für Wohngebäude in NRW steigen weiter

Alles wird stetig teurer – das nennt man Inflation. Von 2015 bis 2020 sind die Verbraucherpreise in Deutschland um 5,8 Prozent gestiegen. Die Baupreise für Wohngebäude haben dagegen seit dem Jahr 2015 um 17 Prozent zugelegt. Aktuelle Zahlen zeigen: Die Preisexplosion auf dem Bau ist in NRW weiterhin praktisch ungebremst – daran ändert auch die Corona-Pandemie wenig.

Himmelwärts: Die Baupreise in NRW gehen durch die Decke...

Alles wird stetig teurer – das nennt man Inflation. Von 2015 bis 2020 sind die Verbraucherpreise in Deutschland um 5,8 Prozent gestiegen. Die Baupreise für Wohngebäude haben dagegen seit dem Jahr 2015 um 17 Prozent zugelegt. Aktuelle Zahlen zeigen: Die Preisexplosion auf dem Bau ist in NRW weiterhin praktisch ungebremst – daran ändert auch die Corona-Pandemie wenig.

Düsseldorf. Die Baupreise für Wohngebäude lagen im Februar 2021 um 2,3 Prozent über dem Wert für den Vorjahresmonat. Bauen ist also trotz der Corona-Pandemie auch im vergangenen Jahr in NRW einmal mehr deutlich teurer geworden. Das hat IT.NRW als statistisches Landesamt gestern (14. April 2021) mitgeteilt. Entsprechende Zahlen waren zuletzt für November 2020 ermittelt worden. Damals hatten die Baupreise um 0,4 Prozent nachgegeben.

Der Grund dafür war allerdings allein die vorübergehend wegen der Corona-Pandemie gesenkte Mehrwertsteuer. Ohne die Steuersenkung hätte man schon damals eine Preissteigerung von 2,1 Prozent zu verzeichnen gehabt. Die Delle in der Preiskurve aufgrund der Mehrwertsteuersenkung ist auch der Grund dafür, dass die Baupreise im Februar 2021 um 3,7 Prozent über dem November-Wert rangierten. Bekanntlich gilt seit Januar 2021 wieder die volle Mehrwertsteuer.

Rohbau oder Ausbau: Wo steigen die Preise stärker?

Die größten Preistreiber auf dem Bau waren die Zimmerleute. Sie hoben ihre Preise verglichen mit dem Vorjahresmonat im Schnitt um 5,1 Prozent an. Die Betonarbeiten verteuerten sich zeitgleich um 2,9 Prozent. Beides führte dazu, dass sich die Rohbauarbeiten gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent verteuerten. Die Preise für Ausbauarbeiten legten mit 2,4 Prozent im Vergleich zum Februar 2020 noch etwas stärker zu.

Preistreiber waren hier vor allem die Installateure: Sie verlangten für ihre Arbeiten an Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden im Schnitt 4,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Estricharbeiten kamen im gleichen Zeitraum auf eine Verteuerung um 3,9 Prozent. Schönheitsreparaturen an Wohnungen machten sich weniger stark bemerkbar, ihre Preise wuchsen durchschnittlich um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Der Preisanstieg für Bauleistungen an Wohngebäuden fiel mit seinen insgesamt 2,3 Prozent allerdings noch etwas geringer aus als bei anderen Bauten. So stiegen die Baupreise für Gewerbeimmobilien um 2,4 Prozent, der Straßenbau verteuerte sich gar um 2,5 Prozent. Bei Bürogebäuden wuchsen die Baupreise ebenfalls um 2,3 Prozent. Insgesamt verteuert sich das Bauen seit Jahren kräftig. Seit dem Jahr 2015 sind die Baupreise in NRW um 17 Prozent gestiegen.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Westfalen verfasst.

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