Umfrage: Mietausfälle steigen in der Corona-Krise spürbar

Haus & Grund fordert Unterstützung für private Vermieter: Denn eine aktuelle Umfrage hat jetzt gezeigt, dass die Corona-Krise zu einem sprunghaften Anstieg der Mietausfälle geführt hat. Normalerweise bleiben 2 bis 2,5 Prozent der Mieter die Miete schuldig – aktuell sind es 6,9 Prozent oder rund 1,6 Millionen Haushalte. Die Zahl droht im Mai noch weiter zu steigen, dann drohen Ausfälle in Milliardenhöhe.

Haus & Grund fordert Unterstützung für private Vermieter: Denn eine aktuelle Umfrage hat jetzt gezeigt, dass die Corona-Krise zu einem sprunghaften Anstieg der Mietausfälle geführt hat. Normalerweise bleiben 2 bis 2,5 Prozent der Mieter die Miete schuldig – aktuell sind es 6,9 Prozent oder rund 1,6 Millionen Haushalte. Die Zahl droht im Mai noch weiter zu steigen, dann drohen Ausfälle in Milliardenhöhe.

Berlin/Düsseldorf. In der Corona-Krise steigen die Mietausfälle spürbar. Das ergab eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des Eigentümerverbands Haus & Grund Deutschland unter 1.003 Mietern im April. Danach geben 6,9 Prozent der Mieter an, wegen der Corona-Krise ihre Miete nicht mehr zahlen zu können.

„Wir müssen davon ausgehen, dass die Ausfälle im weiteren Verlauf der Krise weiter zunehmen werden. So konnten 17,6 Prozent der befragten Mieter noch nicht abschätzen, ob sie ihre Miete weiterhin zahlen können“, erläuterte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke die Umfrageergebnisse.

Noch höhere Mietausfälle bedrohen vor allem Kleinvermieter

„Die privaten Vermieter sind das Rückgrat des deutschen Mietwohnungsmarktes. Deutschland kann sich eine Destabilisierung an dieser Stelle nicht leisten. Deshalb brauchen wir jetzt schnell Unterstützung, denn die Vermieter müssen ihren Verpflichtungen weiter nachkommen können“, unterstrich Warnecke. Viele Vermieter, denen dies möglich sei, verhielten sich in diesen Wochen ihren Mietern gegenüber äußerst solidarisch und böten individuelle Lösungen an – ganz ohne staatliche Unterstützung.

In vielen Fällen stünden sich jedoch finanzschwache Mieter und finanzschwache Vermieter gegenüber. „Für diese Fälle fehlt bislang jegliche Unterstützung, um mit einem blauen Auge durch die Krise kommen zu können. Hier gibt es akuten Handlungsbedarf für die Bundesregierung und den Bundestag“, betonte Warnecke.

Sicher-Wohnen-Fonds muss kommen

Wie der Verband weiter berichtet, suchen die privaten Kleinvermieter in den vergangenen Wochen vermehrt Rat bei den Haus & Grund-Vereinen. Warnecke wies darauf hin, dass die Mitglieder sehr verunsichert seien. 57 Prozent der privaten Vermieter hätten nur eine Mietwohnung. Wenn hier die Miete ausfalle, seien die Probleme groß – zumal wenn sie selbst als Gastronom, Handwerker oder Freiberufler von der Krise betroffen seien. Zahlreiche Vermieter gingen zudem davon aus, dass viele Mieter auch nach der Krise nicht in der Lage sein werden, die ausgebliebenen Mietzahlungen nachzuholen.

Die Ergebnisse der Umfrage unterstreichen die Wichtigkeit, einen Sicher-Wohnen-Fonds aufzulegen. Haus & Grund Rheinland Westfalen macht sich schon seit Wochen gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund NRW sowie gemeinsam mit den wohnungswirtschaftlichen Verbänden Nordrhein-Westfalens dafür stark. Wie berichtet unterstützt auch NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) das Vorhaben.

Hier können Sie das Ergebnis der Civey-Umfrage im PDF-Format herunterladen.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Westfalen verfasst und enthält Material von Haus & Grund Deutschland.

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