Umfrage: Traum vom Eigenheim ungebrochen – Mehrheit hält ihn für unrealistisch

Umfrage: Traum vom Eigenheim ungebrochen – Mehrheit hält ihn für unrealistisch

Der Traum von der eigenen Immobilie lebt – rund drei Viertel der Mieter in Deutschland träumen ihn. Realistisch betrachtet halten die meisten von ihnen den Traum aber nicht mehr für realisierbar, wie eine aktuelle Umfrage jetzt zeigt. Die Politik tut zu wenig für die Realisierbarkeit und frustriert damit viele Menschen im Land, warnt Haus & Grund Deutschland. Es besteht Handlungsbedarf.

Der Traum von der eigenen Immobilie lebt – rund drei Viertel der Mieter in Deutschland träumen ihn. Realistisch betrachtet halten die meisten von ihnen den Traum aber nicht mehr für realisierbar, wie eine aktuelle Umfrage jetzt zeigt. Die Politik tut zu wenig für die Realisierbarkeit und frustriert damit viele Menschen im Land, warnt Haus & Grund Deutschland. Es besteht Handlungsbedarf.

Berlin. Anlässlich des heutigen (5. Oktober 2026) Welttags des Wohn- und Siedlungswesens (Habitat-Tag) macht der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland mit einer repräsentativen Umfrage auf die wachsende Kluft zwischen dem Traum vom Eigenheim und seiner Realisierbarkeit aufmerksam: 76 Prozent der jungen Mieter wünschen sich, in einer eigenen Immobilie zu leben. Doch nur 39 Prozent halten es für realistisch, dass dieser Traum je in Erfüllung geht.

Dr. Kai Warnecke, Präsident von Haus & Grund Deutschland: „Der Wunsch nach der eigenen Immobilie ist ein elementarer Teil der DNA der deutschen Bevölkerung. Sie schafft Sicherheit, Geborgenheit und ist damit ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsfähigen Gesellschaft. Es ist ein fatales Signal, dass die Mehrheit der Menschen nicht mehr daran glaubt, dass dieser Lebenstraum noch in Erfüllung geht."

Die Umfrageergebnisse im Einzelnen:

  1. Haben Sie den Wunsch, in einer Immobilie zu leben, die Sie selbst besitzen? 
    – 76 % Ja, 18 % Nein, 6 % Weiß nicht.
     
  2. Wie realistisch ist es Ihrer Einschätzung nach, dass Sie unter aktuellen Bedingungen jemals in einer Immobilie wohnen werden, die Sie selbst besitzen? 
    – 39 % realistisch, 58 % unrealistisch, 3 % Weiß nicht.
     
  3. Tut die Bundesregierung Ihrer Meinung nach genug, um den Besitz von Wohneigentum erreichbarer zu machen? 
    – 17 % Ja, 79 % Nein, 4 % Weiß nicht.

Politik muss Wohneigentum gezielt fördern

Die repräsentative Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Civey vom 14.09. bis 03.10.2026 unter rund 1.000 Mietern zwischen 18 und 45 Jahren durchgeführt. Deutschland gehört mit einer Wohneigentumsquote von rund 47 Prozent seit Jahren zu den Schlusslichtern in der Europäischen Union. Die Quote stagniert seit mehr als einem Jahrzehnt und bei den Jüngeren sinkt sie zunehmend.

„Eine geringe Eigentumsquote ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Fehlentscheidungen über Generationen hinweg. Das ließe sich ändern, aber auch die derzeitige Regierung hat offenbar kein Interesse daran. Noch schlimmer: Durch immer mehr Auflagen und staatliche Kostentreiber macht die Politik den Traum vom Eigenheim noch unerreichbarer. Das Umfrageergebnis zeigt: Eine große Mehrheit erwartet von der Politik deutlich mehr Engagement. Wir fordern die Bundesregierung auf, Wohneigentum gezielt zu fördern. Ein Eigenheim ist die beste Form der Altersvorsorge – und sie muss endlich wieder für die Mitte der Gesellschaft erreichbar werden", so Warnecke abschließend.

Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel nach seiner Veröffentlichung nicht mehr aktualisiert wird. Das Veröffentlichungsdatum ist über der Überschrift angegeben.

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