WEG-Reform: Bundestag korrigiert Justizministerin

Haus & Grund begrüßt stärkere Eigentümerrechte: Die Große Koalition hat den Entwurf für ein reformiertes Wohnungseigentumsrecht über den Sommer entscheidend nachgebessert. Ursprünglich war eine Ausweitung der Kompetenzen der WEG-Verwalter geplant, die viel zu weit gegangen wäre. Nun wird klargestellt, dass die Eigentümer im Haus das Sagen behalten.

Sommerpause im Bundestag: Die Große Koalition hat sie zu einer Nachbesserung der WEG-Reform genutzt

Haus & Grund begrüßt stärkere Eigentümerrechte: Die Große Koalition hat den Entwurf für ein reformiertes Wohnungseigentumsrecht über den Sommer entscheidend nachgebessert. Ursprünglich war eine Ausweitung der Kompetenzen der WEG-Verwalter geplant, die viel zu weit gegangen wäre. Nun wird klargestellt, dass die Eigentümer im Haus das Sagen behalten.

Berlin. „Die Wohnungseigentümer bestimmen auch in Zukunft in den wesentlichen Angelegenheiten selbst über ihr Eigentum und nicht der Verwalter. Es war richtig, dass die Große Koalition den ersten Entwurf der Justizministerin nicht einfach verabschiedet, sondern den Sommer genutzt hat, um die Position der Eigentümer an wesentlichen Stellen zu verbessern.“ So kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke Meldungen über eine entsprechende Einigung der Koalitionsfraktionen.

Mit dem reformierten Wohnungseigentumsrecht möchte die Große Koalition die Position des Verwalters stärken, damit beispielsweise energetische oder altersgerechte Modernisierungen einfacher vorangebracht werden können. So sollen Sanierungsstaus behoben und Eigentümergemeinschaften zukunftsfähig gemacht werden.

Grundlegende Entscheidungen nicht dem Verwalter überlassen

Nach Auffassung von Haus & Grund war der erste Reformentwurf aus dem Bundesjustizministerium zu weit gegangen. „Wenn teure und bedeutsame Maßnahmen anstehen, muss es selbstverständlich sein, dass darüber die Eigentümer selbst entscheiden und nicht der Verwalter. Gut, dass die Große Koalition das nun auch so sieht“, betonte Warnecke.

Auch die Lösung, dass Eigentümer selbst entscheiden dürfen, ob sie eine Verwalterqualifizierung verlangen, begrüßt Haus & Grund. Damit habe die Große Koalition eine ausgeglichene Regelung gefunden, die sowohl den erhöhten Kompetenzen des Verwalters als auch den finanziellen Möglichkeiten innerhalb der Gemeinschaft gerecht wird. Jetzt komme es darauf an, dass die Änderungen, so wie von den Fraktionen verabredet, auch umgesetzt werden.

Tipp: Seminare zum reformierten WEG-Recht für Eigentümer und Verwalter

Das reformierte Wohnungseigentumsrecht soll im November in Kraft treten. Die Haus & Grund Rheinland Westfalen Verlag und Service GmbH bietet dann umgehend Seminare an, um Eigentümern und Verwaltern die neue Rechtslage zu vermitteln. Die jeweils vierstündigen Seminare zur WEG-Reform finden statt am 26. November 2020 (für Teilnehmer ohne Vorkenntnisse) und am 10. Dezember 2020 (für Fortgeschrittene). Los geht es jeweils um 13 Uhr.

Die Teilnehmer erhalten einen Fortbildungsnachweis. Weitere Informationen zu den Seminaren gibt es per E-Mail unter info(a)Verlag-HausundGrund.de oder telefonisch unter 0211 / 416 217 - 40.

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