Baupreise steigen immer schneller

Der Anstieg der Baupreise hat sich jüngst noch einmal weiter beschleunigt – das zeigen jetzt die neuesten Daten der amtlichen Statistik. Neben steigenden Materialkosten machen sich auch die stark gewachsenen Energiepreise bemerkbar. Betroffen ist davon nicht nur der Neubau von Wohnraum, sondern auch die Instandhaltung bestehender Wohnungen. Die Zahlen im Detail.

Der Anstieg der Baupreise hat sich jüngst noch einmal weiter beschleunigt – das zeigen jetzt die neuesten Daten der amtlichen Statistik. Neben steigenden Materialkosten machen sich auch die stark gewachsenen Energiepreise bemerkbar. Betroffen ist davon nicht nur der Neubau von Wohnraum, sondern auch die Instandhaltung bestehender Wohnungen. Die Zahlen im Detail.

Düsseldorf. Einen Anstieg von 16,9 Prozent hat das Statistische Bundesamt zuletzt bei den Baupreisen für neue Wohngebäude festgestellt. Das hat die Behörde gestern (10. Januar 2023) bekannt gegeben. Der Anstieg wurde für den November 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat ermittelt. Gegenüber dem August 2022 bedeutet das einen Anstieg um 2,5 Prozent.

Der Preisanstieg hat sich damit noch etwas beschleunigt. Bei der letzten Erhebung im August 2022 hatten die Statistiker nämlich eine Zunahme um 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat festgestellt. Am stärksten verteuert haben sich im November 2022 verglichen mit dem Vorjahresmonat die Ausbauarbeiten. Um 17,8 Prozent legten die Preise in diesem Bereich zu. Dabei waren die Tischlerarbeiten mit 19,5 Prozent von der größten Teuerung betroffen.

Innenausbau besonders stark verteuert

Heizungs- und Warmwasserinstallationen verteuerten sich um 19,0 Prozent, die Elektriker verlangten im Schnitt 17,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Bei der Wärmedämmung legten die Preise um 16,5 Prozent zu. Etwas weniger stark als beim Innenausbau fiel die Teuerung bei den Rohbauarbeiten aus. Hier zeigte sich ein Plus von 15,8 Prozent. Dabei waren die Preiserhöhungen mit 20,3 Prozent bei den Dachdeckern am größten.

Die Betonierer hoben die Preise um 17,6 Prozent an, Maurer nahmen für ihre Arbeit 13,6 Prozent mehr. Erdarbeiten verteuerten sich derweil um 15,7 Prozent. Lediglich die Zimmerleute begnügten sich  mit einem Aufschlag im einstelligen Bereich: 5,1 Prozent waren es im Vergleich zum Vorjahresmonat. Es ist der einzige der genannten Preisanstiege, der unter der allgemeinen Teuerungsrate liegt – die anderen Preissteigerungen rangieren weit darüber.

Stornierungswelle: Preisanstieg lässt Neubau einbrechen

Natürlich sind von dieser Entwicklung nicht nur die Arbeiten an Neubauten betroffen. Auch die Preise für Instandhaltungsmaßnahmen legten im Zeitraum von November 2021 bis November 2022 deutlich zu. Ein Plus von 16,8 Prozent weist die amtliche Statistik in diesem Bereich aus. Die Preissteigerungen betreffen außerdem nicht den Wohnungsbau allein: Die Neubaupreise für Bürogebäude sind im gleichen Zeitraum um 17,8 Prozent gestiegen, für gewerbliche Betriebsgebäude um 17,6 Prozent. Im Straßenbau stiegen die Preise sogar um 19,3 Prozent.

Ursache für die stark steigenden Baupreise sind gestiegene Materialkosten sowie die Energiekosten, welche die Bauunternehmen an die Kunden weitergeben müssen, um wirtschaftlich bestehen zu können. Der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, sagte gegenüber der Tagesschau, die gestiegenen Baupreise seien ein Boomerang für den Wohnungsneubau: „Viele Projekte wurden erst einmal auf Eis gelegt oder sogar storniert.“ Beim Auftragseingang sei in den ersten zehn Monaten des abgelaufenen  Jahres ein Einbruch um real 14 Prozent festzustellen.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Westfalen verfasst.

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