Teures Bauen: Preise für neue Wohngebäude steigen um 3,8 Prozent

Die Baupreise steigen seit Jahren kräftig. Daran hat sich auch im abgelaufenen Jahr 2019 nichts geändert, wie das Statistische Bundesamt jetzt (10. Januar 2020) mitgeteilt hat. Über alle Sektoren von Neubau, Ausbau und Instandhaltung hinweg wuchsen die Preise um Prozentsätze, die weit jenseits der Inflationsrate liegen. Bezahlbarer Wohnraum kann so kaum noch entstehen.

Die Baupreise steigen seit Jahren kräftig. Daran hat sich auch im abgelaufenen Jahr 2019 nichts geändert, wie das Statistische Bundesamt jetzt (10. Januar 2020) mitgeteilt hat. Über alle Sektoren von Neubau, Ausbau und Instandhaltung hinweg wuchsen die Preise um Prozentsätze, die weit jenseits der Inflationsrate liegen. Bezahlbarer Wohnraum kann so kaum noch entstehen.

Wiesbaden. Die Baupreise steigen in Deutschland weiterhin kräftig. Im November 2019 kostete der Neubau für ein konventionell hergestelltes Wohnhaus 3,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Das waren noch einmal 0,5 Prozent mehr als noch im August 2019, wie das Statistische Bundesamt heute (10. Januar 2020) mitgeteilt hat. Das Amt hat in seiner Statistik die Preise für Bauleistungen am Bauwerk inklusive Umsatzsteuer betrachtet.

Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Preisen für die verschiedenen Gewerke. So verteuerten sich Erdarbeiten mit +5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat am stärksten. Am zweithöchsten war der Preisaufschlag der Dachdecker mit 4,1 Prozent. Die Preise für Rohbauarbeiten legten um 3,6 Prozent zu – den größten Teil dieses Postens machen die Preise für Beton- und Maurerarbeiten aus.

Baupreise: Alle Gewerke mit deutlichem Plus

Die Maurer verlangten dabei 3,5 Prozent mehr, die Betonbauer 3,3 Prozent. Zimmer- und Holzbauarbeiten verteuerten sich um 2,5 Prozent. Die starke Verteuerung im Bauhandwerk machte auch vor dem Ausbaugewerbe keinen Halt. Insgesamt stiegen die Preise für Ausbauarbeiten um 3,9 Prozent. Am stärksten legten dabei die Preise der Elektriker zu: Um 4,9 Prozent verteuerten sich die Arbeiten an Nieder- und Mittelspannungsanlagen.

Metallbauarbeiten fielen im November 2019 um 4,3 Prozent teurer aus als im Vorjahresmonat, gefolgt von den Preisen für Wärmedämm-Verbundsysteme, die um 4,2 Prozent zulegten. Die Installateure verlangten für den Bau von Heizungs- und Warmwasseranlagen 4,0 Prozent mehr. Am meisten ins Gewicht fallen bei den Ausbauleistungen jedoch die Preise für Tischlerarbeiten. Sie verteuerten sich um 3,3 Prozent.

Instandhaltung von Wohngebäuden immer teurer

Angesichts dieser Zahlen verwundert es nicht, dass auch Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden erheblich teurer geworden sind. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes legten sie gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent zu. Schönheitsreparaturen berücksichtigt die Statistik hierbei nicht. Einziger Trost für Bauherren, die neue Wohnungen bauen: In anderen Bereichen der Bauwirtschaft liegt die Teuerungsrate noch höher.

Die Neubaupreise für Bürogebäude sind letztes Jahr um 3,9 Prozent angewachsen, bei gewerblichen Betriebsgebäuden betrug das Plus 3,8 Prozent. Der Straßenbau zeigte sogar einen Preisanstieg um 4,6 Prozent. Dennoch ist die Verteuerung im Wohnungsbau kein Pappenstiel, sie liegt deutlich über der amtlichen Inflationsrate, die Zeitraum Dezember 2018 bis Dezember 2019 bei 1,5 Prozent gemessen wurde.

Hinter den hohen Baukosten steckt einerseits die Kombination aus hoher Nachfrage im Neubau und Personalknappheit in der Bauwirtschaft. Andererseits lässt die hohe Nachfrage auch die Preise von Baumaterialien klettern. Insbesondere Sand und Kies werden zunehmend knapp und verteuern sich entsprechend, was gerade auch die Preise für Beton in die Höhe treibt. Wer teuer bauen muss, kann nicht günstig vermieten – insofern wirken sich die hohen Baupreise auch auf die Wohnkosten aus.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Westfalen verfasst.

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