Wartung von Photovoltaik-Anlagen: Damit Sahara-Staub nicht den Sonnenertrag kostet

Wartung von Photovoltaik-Anlagen

Der Gesetzgeber schreibt Eigentümern keine Wartung ihrer privat genutzten Photovoltaik-Anlage vor. Gleichwohl ist eine regelmäßige Kontrolle durch Fachbetriebe ratsam und manchmal auch von der Versicherung gefordert. Mit einer regelmäßigen Wartung kann nicht nur ein mögliches Brandrisiko gebannt, sondern auch die Leistungsfähigkeit der Anlage erhalten werden.

Der Gesetzgeber schreibt Eigentümern keine Wartung ihrer privat genutzten Photovoltaik-Anlage vor. Gleichwohl ist eine regelmäßige Kontrolle durch Fachbetriebe ratsam und manchmal auch von der Versicherung gefordert. Mit einer regelmäßigen Wartung kann nicht nur ein mögliches Brandrisiko gebannt, sondern auch die Leistungsfähigkeit der Anlage erhalten werden.

Berlin. Wer sich eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach bauen ließ, sollte regelmäßig ein Auge darauf werfen und sie von Zeit zu Zeit durch einen Fachbetrieb prüfen lassen. Denn im Laufe der Zeit können in den Komponenten selbst oder durch äußere Einflüsse – wie etwa Marderverbiss – Störungen auftreten. „Damit daraus keine Schäden wie Brandrisiko oder Ertragsverlust resultieren, sollte eine PV-Anlage regelmäßig gewartet werden“, rät Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft.

Genau prüfen sollten Betreiber einer Photovoltaik-Anlage auch das Kleingedruckte im Versicherungsvertrag. Teilweise wird hier die regelmäßige Wartung durch einen Fachbetrieb gefordert; anderenfalls gibt es im Schadensfall nicht die volle Leistung. Auch Hersteller verlangen teilweise für entsprechende Garantieleistungen eine solche Wartung.

Fernwartung erleichtert die Arbeit

Bevor eine Fachkraft anrücken muss, lassen sich mittels Fernwartung die elektrischen Betriebsdaten erfassen. So kann der Betreiber zum Beispiel die Betriebsanzeige des Wechselrichters überprüfen und bei Fehlermeldungen eine Elektrofachkraft hinzuziehen. „Über Portale kann man das Leistungsverhalten gut beobachten und Fehler, die zu Ertragsverlusten führen, frühzeitig entdecken“, erklärt Körnig. Nach besonderen Wetterereignissen sollte man ebenfalls einen Blick auf das Dach werfen.

Manchmal ist mit bloßem Auge zu erkennen, ob das Glas eines Moduls beschädigt ist. Ein prüfender Blick verrät auch, ob wegen Sahara-Staubs, hohen Verkehrsaufkommens oder anderer Verunreinigungen mal wieder eine Reinigung fällig ist. Aus Sicherheitsgründen lässt man hier besser Profis ran. Zertifizierte Betriebe kommen mit geschulten Mitarbeitern, dem passenden Gerät und den geeigneten Putzmitteln. Mit einem Hochdruckreiniger sollten die Solarmodule auf keinen Fall gesäubert werden.

E-Check PV vom Elektrohandwerk

In regelmäßigen Abständen – empfohlen werden vier Jahre – sollte ein Fachbetrieb die Photovoltaik-Anlage prüfen. So bieten etwa die Elektrohandwerke einen sogenannten E-Check PV an. Dabei wird die Photovoltaik-Anlage genau unter die Lupe genommen. Außerdem werden verschiedene Messungen durchgeführt. „Dies ist wichtig, um festzustellen, ob es beispielsweise irgendwo Isolationsfehler gibt, die möglicherweise später zu einem elektrischen Brand führen könnten“, betont Ferdinand Weinbacher, Leiter Technische Informationsstelle beim Landesinnungsverband für das Bayerische Elektrohandwerk.

Geprüft werden auch Maßnahmen gegen Blitzeinwirkung und Überspannung. Wer möchte, dass seine Photovoltaik-Anlage in der sonnenreichen Zeit auf Hochtouren läuft, sollte am besten am Ende des Winters nach dem Rechten schauen lassen. Die Kosten für eine Wartung richten sich nach Größe und Zustand der Anlage. Wer nicht immer selbst daran denken möchte, kann auch einen Wartungsvertrag bei einer Fachfirma seines Vertrauens abschließen.

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