Wohnimmobilien immer teurer: Bis zu 40 Prozent Steigerung seit 2015

Auch in diesem Jahr ist kein Ende der Preisrallye auf dem Immobilienmarkt in Sicht. Im Gegenteil. Vor allem Eigentumswohnungen in Großstädten haben sich weiter kräftig verteuert, wie die neuesten amtlichen Zahlen zeigen. Mit den Preisen steigen automatisch auch die Kaufnebenkosten. Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer stehen damit mehr denn je auf der politischen Tagesordnung.

Auch in diesem Jahr ist kein Ende der Preisrallye auf dem Immobilienmarkt in Sicht. Im Gegenteil. Vor allem Eigentumswohnungen in Großstädten haben sich weiter kräftig verteuert, wie die neuesten amtlichen Zahlen zeigen. Mit den Preisen steigen automatisch auch die Kaufnebenkosten. Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer stehen damit mehr denn je auf der politischen Tagesordnung.

Wiesbaden. Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland steigen weiter. Im ersten Quartal des Jahres 2019 hat das Statistische Bundesamt einen Preisanstieg von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ermittelt. Das teilte die Statistikbehörde heute (26. Juni 2019) mit. Besonders hoch fiel die Verteuerung einmal mehr in den Großstädten aus. Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich in den sieben größten Metropolen der Bundesrepublik um 6,9 Prozent, Eigentumswohnungen gar um 8,6 Prozent.

Allerdings ist der Preisanstieg längst nicht auf die Großstädte begrenzt. Auch außerhalb steigen die Preise – allerdings in deutlich geringerem Maße. Für ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen ermittelte die amtliche Statistik eine Verteuerung von 1,7 Prozent für Eigentumswohnungen und 4,3 Prozent für Häuser. In den dünn besiedelten Landkreisen legten die Wohnungspreise nur um 1,1 Prozent zu, bei Häusern waren es 4,5 Prozent.

Teurere Eigenheime – steigende Kaufnebenkosten

All diese Zahlen sind Teil eines seit Jahren anhaltenden Trends. Im Bundesdurchschnitt sind die Preise für Wohnimmobilien seit Ende 2015 um 22 Prozent angestiegen. Diese Zahl ist aufgrund der großen regionalen Unterschiede am Wohnungsmarkt natürlich wenig aussagekräftig. Daher liefert das Statistische Bundesamt auch hier genauere Zahlen: In Deutschlands sieben größten Städten sind Eigentumswohnungen seit Ende 2015 um 40,8 Prozent teurer geworden. Für ein Einfamilienhaus mussten die Käufer im Schnitt 36,4 Prozent mehr hinblättern.

Zum Vergleich: In dünn besiedelten, ländlichen Kreisen sind Wohnungen um 16,3 Prozent teurer geworden. Häuser legten um 21,4 Prozent zu – beide Werte liegen also unter dem Bundesdurchschnitt. Die steigenden Immobilienpreise führen zugleich zu steigenden Kaufnebenkosten. Immerhin werden die Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren aber auch Makler-Courtagen als Prozentsätze vom Kaufpreis berechnet. Das schränkt die Erschwinglichkeit von Wohneigentum zusätzlich ein.

Vor diesem Hintergrund wäre eine Entlastung bei der Grunderwerbsteuer eine sinnvolle politische Maßnahme – immerhin steigen die Einnahmen aus der Steuer unentwegt, die Länder hätten also durchaus Spielräume. Haus & Grund Rheinland Westfalen hat das Thema deswegen kürzlich bei einem Treffen mit NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) angesprochen. NRW hatte bereits im Jahr 2017 im Bundesrat vorgeschlagen, der Bund möge den Ländern die Einführung von Freibeträgen einräumen. Bislang konnte sich der Bundesrat jedoch nicht darauf einigen.

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Westfalen verfasst.

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